Geschichte » Stabilität und Wachstum (1973-1989)

Am 6. Oktober 1973 führten Ägypten und Syrien einen Blitzkrieg gegen Israel auf dem Sinai und dem Golan. Dies ging als zweite Sieg gegen Israel (nach dem moralischen Sieg im Suezkanal-Krieg) in die Geschichte ein. Jordanien hat sich nur symbolisch beteiligt, indem es Panzer nach Syrien schickte. 1974 erkannte Jordanien die PLO als alleinigen Vertreter des palästinensischen Volkes an und gab so jeglichen Anspruch auf das israelisch besetzte Westjordanland auf. 1977 traffen sich Hussein und Arafat in Kairo zum ersten mal seit 7 Jahren und unterzeichneten 1985 eine Kooperationsabmachung.


Die Camp David Gespräche fingen 1978 zwischen Ägypten und Israel an. Jordanien und die PLO sowie die meisten arabischen Länder lehnten vehement die Friedensgespräche ab, da sie nicht den Rückzug Israels aus allen besetzten arabischen Gebieten beinhalteten. Saddat Ägyptens Präsident und Begin Israel's Premier unterzeichneten am 17. Sept. 1978 den Camp David Friedensabkommen, damit schied Ägypten für immer von dem arabischen-israelischen Konflikt aus. Die arabischen Staaten boykottieren Ägypten und brachen jegliche Beziehungen mit Ägypten ab.


Jordanien unterstützte gleich von Anfang an den Irak in dem irakischen-iranischen Krieg (1980-1988). Jordanien erlaubte 1984 den Palästinensern ihren Nationalrat (ein virtuelles Parlament der Palästinenser) in Amman zu veranstalten. Überraschend erklärte Arafat 1986 die Anerkennung Israels und die Ablehnung des Terrorismus. Jordanien verurteilte diese Aussage, die im Alleingang ohne ihre Abstimmung unternommen wurde. 1987 traffen sich die arabischen Könige und Staatspräsidenten in Amman und haben sich entschlossen Ägypten wieder in die arabischen Liga aufzunehmen und Irak mit seinem Krieg gegen Iran zu unterstützen. Ende 1987 fing die erste Intifada in Palästina gegen die Besatzung Israels an.


Im Juli 1988 kündigte Hussein an, dass Jordanien alle jordanischen Ansprüche auf Westjordanland an die Palästinensische Befreiungsorganisation abgeben wird. In Algerien am 15. November 1988 erkannte der Nationalrat Palästinas die PLO als allein gültige Repräsentantin des palästinensischen Volkes und rief die Unabhängigkeit Palästinas aus . Jordanien erkannte den neuen Staat an.


Iraks Einfall in Kuwait am 2. Aug. 1990 wurde von Jordanien nicht stark verurteilt, aber auch nicht anerkannt. Die jordanische Führung versuchte ihr bestes zu vermitteln, indem das Problem intern zwischen den beiden Beteiligten zu lösen und die Platzierung ausländischer Truppen in dem Gebiet zu verhindern. Kuwait , Saudi-Arabien und die USA haben Jordaniens Position als pro-Irak festgestellt, damit wurden alle Arten von finanzielle Unterstützung von diesen Länder abgestellt. Auß erdem haben Kuwait und die anderen Golf-Staaten 200 000 bis 300 000 jordanische und palästinensische Arbeitskräfte zurück nach Jordanien ausgewiesen. Mit dem UNO Embargo auf Irak verlor auch Jordanien zwei fünftel seines BIPs. Die wirtschaftliche Lage hat sich dramatisch verschlechtert.