Geschichte » Schwere Zeit (1954-1972)

Am Anfang seiner Amtszeit ist das parlamentarische Leben aufgeblüht. 1954 wurde die Verfassung geändert, um die demokratische Basis zu verstärken. Am 14.Dezember 1955 wurde Jordanien Mitglied der Vereinten Nationen. Am 1. März 1956 hat der junge König die britischen Offiziere der jordanischen Armee entlassen und setzte den zweiten englisch-jordanischen Vertrag auß er Kraft, um die öffentliche Meinung im Land zu gewinnen. Am 23.Juli 1956 hat Nasser von Ägypten den Suez Kanal verstaatlicht. Daraufhin haben Groß britannien, Frankreich und Israel am 29. Oktober Ägypten angegriffen und den Kanal und ganz Sinai besetzt. Jordanien wurde nicht angegriffen , aber die öffentliche Meinung des Landes sympathisierten sehr mit dem Nationalisten Nasser.


Die arabischen Länder haben am 19.Januar 1957 das "Arabische Solidaritätsabkommen" unterzeichnet, wodurch Jordanien eine jährliche Unterstützung von 36 Millionen US-Dollar erfuhr. Eine Gruppe des jordanischen Militärs versuchte einen Putsch im April 1957. Anschließ end hat König Hussein II, unterstützt von den loyalen Ostbankbeduinen, die politische Parteien verboten , um die Stabilität im Land wiederherzustellen.


Am 14.Februar 1958 zwei Wochen nach der Gründung der Vereinigten Arabischen Republik (VAR) durch Ägypten und Syrien, verkündeten die konservativ eingestellten Regierungen Jordaniens und des Irak ihren Zusammenschluss zur Arabischen Föderation, die als die "Haschemitische Vereinigung" benannt wurde. Die neue Föderation existierte nicht lange und wurde nach fünf Monaten aufgelöst . Am 14. Juli 1958 brach eine Revolution in Irak aus ,woraufhin Hussein's Cousin Faisal II und seine Regierung abgestürzt wurden. Faisal II und sein Kabinett wurden von den neuen Republikanern brutal ermordet. Jordanien fühlte sich nun isoliert; umgeben von nur sozialistischen Regime (Ägypten, Syrien und noch Irak) und dem Feind Israel. Infolgedessen brach Jordanien seine diplomatischen Beziehungen zur VAR ab (die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen folgte 1959). Die politischen Beziehungen zwischen Jordanien und der VAR blieben bis 1967 fast immer angespannt. Der jordanische Premierminister Hazza al-Majali fiel im August 1960 einem Attentat zum Opfer.


Die Parteien wurden in den neuen Wahlen 1962 wieder zugelassen. Nach dem neuen Putsch in Syrien 1961, hatte Damaskus die Vereinigung mit Ägypten aufgelöst und beendete damit die einzige erfolgreiche Vereinigung , die je zwischen zwei arabischen Staaten existiert hatte (auß er die Wiedervereinigung von Nord- und Südjemen). Im September 1961 erkannte Jordanien das neue Regime Syriens an. Ägypten bezeichnete sich bis Nassers Tod 1970 immer noch als VAR.


Die Entstehung der neuen Palästinabefreiungsorganisation (PLO) und der militanten Gruppe Fatah in den späten sechziger Jahren stellte eine potenzielle Bedrohung für die Souveränität Jordaniens im Westjordanland, und natürlich für Israel dar. Einheiten der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) führten von Jordanien Anschläge gegen Israel aus, für die Jordanien israelische Vergeltungsakte hinnehmen musste. Die PLO wurde am meisten von Syrien unterstützt, ebenso von Ägypten und Irak. Folglich verschlechterten sich in der Mitte der sechziger Jahre die Beziehungen wieder mit Syrien, Ägypten und der PLO. Zwischen Ägypten und Israel konnte man ernste militärische Spannungen beobachten. Die Situation in dem Gebiet spitzte sich zu. Jordanien trat das gemeinsame arabische Verteidigungsabkommen Ende Mai 1967 bei. König Hussein II stellte die jordanische Armee unter gemeinsame arabische Führung zur Verfügung. Eine Woche später am 5. Juni 1967 attackierten die israelischen Truppen zum dritten mal innerhalb zwei Jahrzehnten die arabischen Länder wieder. Diese militärische Auseinandersetzung wurde später als "der Sechs-Tage-Krieg" bekannt. Israel hatte dieses Mal ganz Jerusalem , Westjordanland, den Gazastreifen ,die Golanhöhen und den Sinai besetzt. Jordanien hat nach zwei Tagen einen Waffenstillstand mit Israel unterzeichnet. Nachher folgten die anderen arabischen Länder. Nasser tratt nach der Niederlage zurück, und trug die volle Verantwortung hierfür. Eine neue Welle von palästinensichen Flüchtlingen brach Richtung Jordanien auf (etwa 200 000).


Ägypten, Syrien , Irak und Algerien intensivierten währenddessen ihre antiisraelische Position. Die PLO fechten öffentlich die Kontrolle des Königs in Ostjordanien an. Die Spannungen in Jordanien nahmen zu. Es kam zu Zusammenstöß e zwischen der jordanischen Armee und den militanten Palästinensern. Die Populäre Front für die Befreiung Palästinas (PFLP) entführte vier internationale Maschinen und sprengte drei von ihnen auf einem jordanischen Flughafen . König Hussein erklärte im Land das Kriegsrecht . Im September 1970 brach ein kurzer Bürgerkrieg aus, welcher auch als "Der Schwarze September" bekannt ist. Infolgedessen wurde die PLO aus Jordanien (nach Libanon) hinausgeworfen. Als Vergeltung für die Evakuierung der PLO aus Jordanien ist der jordanische Premierminister Wasfi al-Tal auf einer Konferenz der Arabischen Liga in Kairo einem Attentat zum Opfer gefallen. 1972 schlug König Hussein die Gründung eines arabischen Königreichs bestehend aus Jordanien und dem israelisch besetzten Westjordanland, unter dem Namen "Vereinigtes Arabisches Königreich" vor, welches von den meisten arabischen Ländern und der PLO abgelehnt wurde.