Wirtschaft » Strom, Energie und Wasser

99% des gesamten Stroms, welches in Jordanien produziert wird, zählt zu den internationalen Messstandards. Die Versorgung stellt 220 Volt bei 50 Schleifen zur Verfügung. Der größte Teil 5943,3 GW/Stunde des produzierten Stroms im Jahre 1997 wurde durch Dampfturbinemaßeinheiten (78%) festgelegt. Das Meiste wurde durch Heizöl abgefeuert. In den letzten Jahren wurde Klimagas am Al Risheh (Nordost Jordanien) gefunden. Diese Funde stellen jetzt über 15% des Kraftstoffs des Landes für Elektrizitätserzeugung zur Verfügung.


Jordanien gehört zu den wenigen arabischen Staaten, die kein Erdöl besitzen. Jedoch in der südlichen Region Jordaniens in Negev kann e es beträchtliche Reserven geben, Tests und Analysen wurden in den letzten Jahren durchgeführt, um diese Reserven zu prüfen und ihr kommerzielles Potential festzustellen. Aufgrund der bilateralen Zusammenarbeit zwischen Jordanien und dem Irak , bezieht Jordanien irakisches Rohöl zu günstigen Preisen. Das Rohöl wird zur Weiterverarbeitung in die ölraffinerie in Zarka gebracht. Die Zarka Raffinerie ist imstande 100.000 Fässer pro Tag zu raffinieren. Ca. 75.000 Fässer (1995) verbraucht das Königreich täglich.


Damm von König Talal Wasser ist selbstverständlich ein knapper Rohstoff in Jordanien. Der Grund dafür liegt zum einen an dem Mangel an Gewässern und zum anderen an der kurzen Regensaison. Die Gesamtwassernachfrage wird für etwa 1.700 Kubikmeter geschätzt. Um diese Menge im Jahr 2010 erreichen, zu können, würde dies ungefähr das dreifache an den aktuellen vorhandenen Quellen darstellen. Ungefähr haben 97% der Bevölkerung Zugriff zum öffentlichen Wasserversorgungsnetz durch Hausanschlüsse, Standplatzrohre oder bewegliche Behälter.


Die Hauptwasserquelle stellt der Fluss Jordan dar. Es gibt unterirdische Bewässerungssysteme. Des weiteren hat man Verfahren, die das Entsalzen bewirken. König Talals Damm (der größte Staudamm Jordaniens) kann eine Gesamtmenge von 86 Million Kubikmeter anhalten. Dieses wird als Trinkwasser während der Jahreszeiten der strengen Dürre verwendet. Große Priorität besitzt im Königreich die Wasserversorgung. Daher gibt es viele Projekte in dieser Richtung, die durch bilateralen und vielseitigen Spenderorganisationen finanziert werden.