Kultur » Essen und Trinken

Spinach Es herrscht in Jordanien, wie in Palästina, Syrien und im Libanon die Levahntische Küche vor, eine der variationsreichsten der Welt. Die Hauptmahlzeit ist das Mittagessen. Eine Hauptmahlzeit beginnt mit einer Unzahl von Vorspeisen (Mazzat). Es handelt sich um etwa 40 verschiedene Arten von Appetithappen und Salate. Dazu gehören Taboulah, Baba Ghanousch, gefüllte Weinblätter, Saubohnen, eingelegte Auberginen und Gurken, Oliven, Käse und Nüsse. Taboulah ist ein Salat, der aus Bulghur (grobe Weizengrütze), feingehackte Petersilienblättern, Minze, Tomaten, Zitronensaft und Olivenöl besteht. Baba Ghanousch ist ein Auberginendip mit Tahina (püriertes Sesamöl), Zitronensaft, Knoblauch, Salz und Oliveöl. Nicht zu vergessen sind die Mu'ajanat, die ähneln den türkischen Teigwaren (Börek), aber mit einer größeren Vielfalt. Das Brot gehört zu jeder Mahlzeit. Es gibt verschiedene Arten davon, aber sie sind generell aus Mehl präpariert, rund und dünn ... Als Hauptgang wird meist Fleisch mit Reis (oder Brot) und Gemüse serviert. Rind- , Lamm-, Kalb-, Hammel- und Geflügelfleisch sind vorzufinden. Wie in anderen islamischen Ländern ist Schweinfleisch für Muslime zum Essen in Jordanien verboten. Fisch ist teuer und stellt für einige Haushalte ein Luxusgut dar, da Jordanien nur über eine 26 km lange Meersküste und wenig Flüsse verfügt.


Ein typisches jordanisches Frühstück besteht aus Hummus (pürierte Kichererbsen mit Sesamöl, Zitronen und Salz ), Falafel (frittierte, pürierte Kichererbsen mit Kräuter), Foul (pürierte Saubohnen mit Sesamöl, Zitronen, Salz und Knoblauch), verschiedene Arten von Käse, und natürlich Za'ater (gefräster Thymian) mit Olivenöl. Alle werden mit Fladenbrot gegessen und mit einer Tasse Schwarztee getrunken.


Mansaf Zu Feiertagen und zu speziellen familiären Angelegenheiten wird die Nationalspeise Jordaniens der Mansaf meist serviert. Es besteht aus Reis, der mit Mandel- und Pinienkernen aufgehäuft ist und worüber man gekochtes Hammelfleisch legt. Auf diesen Berg wird dann die Jameed Sauce gegossen. Das Gericht wird auf großen Platten serviert, wovon mehrere Leute (3-5 Personen) essen. Die Jameed Sauce wird aus der Hammelmilch vorbereitet, und sieht vor dem Kochen wie weiße Steine aus, da man es getrocknet lagert. Mesa'khan ist auch was besonders, bei dem ein gegrilltes Huhn mit angebratenen roten Zwiebeln, Sumac (saures Gewürz)und Pinienkernen in eine besondere Art von Fladenbrot gewickelt wird. Häufig wird Maklouba (übersetzt "umgekippt") gekocht. Dies ist ein gut gewürzter Reis, der aus frittiertem Blumenkohl, Auberginen und Kartoffeln sowie Hähnchen- oder Rindfleisch besteht. Hierzu ißt man Salat und Joghurt. Shawerma (ähnlich zum türkischen Döner)und Falafel Sandwiches sind das Lieblings-Fastfood-Essen. MacDonalds, Burger King, Pizza Hut, Kentucky, Subway und andere sind auch überall zu finden.


Wenn ein Jordanier richtig feiern will, dann gehört der Kunafeh dazu. Der ursprünglich aus Nablus in Palästina stammende Nachtisch wird bei besonderen Familienanlässen serviert. Es gibt mehrere Arten davon, aber im Grunde besteht die Süßspeise aus Weichkäse (wie Mozarella), welcher mit rot gefärbte Nudelteigfäden bedeckt wird. Zum Schluß wird darauf Sirup gegossen. Baklawa, Kullasch, Ma'amol sind auch andere typische Süßigkeiten. Sie bestehen meistens aus Teig, Pistazien, Nüssen, Mandeln und wie Kunafeh aus Sirup.


Arabischer Kaffee der Kahwa ist nicht nur ein heißes Getränk in Jordanien, sondern vielmehr eine Tradition. Damit werden bei den Arabern Vereinbarungen, Hochzeiten , Beerdigungen, Versöhnungen und Kriege abgehalten. Dieser zuckerfreie Kaffee ist mit starker Mokka vergleichbar, aber wird meist mit dem Gewürz Kardamom versetzt, was ihm einen besonderem Geschmack gibt. Wie oben erwähnt wird der Kahwa bei gesellschaftlichen Ereignissen oft und reichlich angeboten. Falls man die Tasse beim Zurückgeben nicht leicht dreht, wird sie automatisch nachgefüllt, immer wieder ohne zu fragen wird nachgefüllt, also wach bleiben und die Tasse , wenn es reicht, dreeeheeen! Schwarzer Tee ist bei einigen Familien nach dem Essen ein Muß. Alkoholische Getränke sind nicht verboten, aber ihr Verkauf im heiligen Monat Ramadan wird eingeschränkt.